Mein Einstieg in den Laufsport (1) – Vorgeschichte

Seit Ende Juli ist es soweit – ich habe mit dem Laufen begonnen!

Eigentlich wollte ich das ja schon viel früher beginnen – ich glaube es war 2008, als ich eigentlich bei der 5x5km-Firmenstaffel in Berlin mitlaufen wollte – aber damals habe ich es bereits nach den ersten drei oder vier Trainingsversuchen frustriert aufgegeben und die gekauften Asics-Laufschuhe wurden nur noch privat in der Stadt beim Einkaufen getragen.

Heute kenne ich die Gründe, warum das damals so komplett gegen die Wand lief. Ich war einfach rausgegangen, bin losgerannt und war nach paar hundert Meter keuchend platt und musste stehen bleiben und war einfach nur angefrustet. Zu hohe Erwartungshaltungen und keine Ahnung von der Thematik sind in Summe das perfekte Fundament um zu scheitern!

Ganz losgelassen hatte mich der Gedanke ans Laufen dennoch nicht, denn inspiriert von zwei älteren laufenden Kollegen in der Berliner Bank war der Wunsch entstanden wenigstens einmal auch einen Marathon zu bewältigen, sich einmal durch so einen langen Kanten durchzubeißen. Ich wusste damals auch schon, wo ich mich der Herausforderung stellen wollte – New York! Ich war bisher mit meinen inzwischen 41 Lebensjahren immer noch nicht in den Staaten und es wäre ein toller persönlicher Meilenstein, den ersten Besuch über den „Großen Teich“ dann mit so einer Leistung zu krönen.

In den Folgejahren habe ich mich dann aber dennoch nie so recht an das Thema herangetraut. Mein Gewicht war im dreistelligen Bereich und ich hatte arge Bedenken, dass ich mir meine Gelenke komplett ruiniere anstatt mich fit zu bekommen. So war eigentlich klar, dass ich mich erst mal um das Gewicht kümmern würde und dann das Thema Laufen angehen würde.

2009 wollte ich dann eigentlich mit dem Abtrainieren der Pfunde im Fitness-Studio bei Elixia beginnen und zusammen mit einer Bekannten dort regelmäßig aufschlagen. Der Vorsatz war gut, aber die Insolvenz der Kette sorgte dafür, dass die beiden ausgeschauten Studios in unterschiedliche Hände kamen und unsere Taktik mit dem abwechselnden Training in ihrer und meiner Nähe scheiterte (Ergebnis: Sonderkündigung).

Mit dem Umzug nach Frankfurt – wie bereits an anderer Stelle thematisiert – kam dann Bewegung in das Thema „Gewicht“. Da ohne Sport dort aber die Möglichkeiten ab einem gewissen Punkt auch limitiert sind, erinnerte ich mich an meinen Marathon-Traum. Die Vorgehensweise war relativ schnell klar. Ich wollte wieder mit dem Sport im Studio anfangen, um das Gewicht unter die 90kg zu bekommen und beim Erreichen dieser Marke ins Laufen einsteigen, durch das moderate Übergewicht müßten dann die Gelenke einfach durch!

Als es Ende Juli dann soweit war und die Waage eine 8 vorne anzeigte, saß ich da und überlegte, wie ich diesmal den Einstieg angehe, damit es nicht wieder so ein entmutigendes Debakel werden würde. Diesmal wollte ich es unbedingt systematisch angehen – also steuerte ich die Webside von Amazon an und suchte nach entsprechender Literatur. An dem Punkt war es mir ziemlich egal, ob meine Freunde mir vielleicht einen Vogel zeigen würden: „Was, Du kaufst Dir ein Buch über das Laufen? Hol Dir lieber Schuhe und bekomm den Arsch hoch und geh raus und mach es einfach!“

Diese Reaktion blieb mir erspart – bekam aber auch niemand so wirklich mit, dass die morgendliche Bahn-Lektüre nun aus Sportliteratur bestand. Aus heutiger Sicht bin ich froh, dass ich mich für diese Herangehensweise entschieden habe und so viele Anfängerfehler vermeiden konnte, die mich wahrscheinlich wieder entmutigt hätten.

Welche Bücher ich für den Einstieg benutzt habe und wie dann der Start in meine noch sehr junge Läufer-„Karriere“ aussah, werdet ihr in den noch folgenden Artikeln lesen können.

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2 Gedanken zu „Mein Einstieg in den Laufsport (1) – Vorgeschichte“

  1. Olli – ich bin wirklich stolz auf Dich!!!;-) Dagmar und ich drücken Dir auf alle Fälle ganz doll die Daumen, dass die nächsten Schritte ebenso erfolgreich verlaufen, wie die ersten.

    Auf nach New York! 😉

    1. Danke Euch beiden, ich werde mein bestes geben – mit Geduld und bedachter Herangehensweise sollte das auch alles so klappen. Und wir haben uns ja schon im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends nicht vor Herausforderungen gescheut, oder? 😉

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