Was Gedanken manchmal mit uns anstellen…

Ein Weg

Heute ist für mich ein besonderer Tag, daher gibt es heute auch mal wieder einen kurzen, aber sehr persönlichen Beitrag.

Als ich am 18. März 1984 das Urban-Krankenhaus in Berlin verließ, um nach Hause zu laufen, wollten die Tränen den gesamten Weg nicht aufhören und ich wusste, dass ich meinen Vater das letzte mal atmend gesehen habe. An diesem Tag war er gerade einmal 47 Jahre 2 Monate und 9 Tage alt.

So irrational es ist, diese drei Zahlen kamen mir in den letzten Jahren immer öfter in den Kopf. Gerade nach meinem 45. Geburtstag kamen immer wieder Gedanken wie: „Wenn ich seine Lebenserwartung geerbt habe, bleiben Dir noch x Monate.“

Klar, der Kopf wusste immer, dass man nicht die Lebenserwartung des gleichgeschlechtlichen Elternteils 1:1 „erbt“. Außerdem durfte ich letztes Jahr mit meiner Mutter ihren 80. Geburtstag mit einem schönen Ausflug feiern. Trotzdem spielten mir hier oft die Gedanken einen Streich und dann beschäftigt man sich viel zu oft, dass es vielleicht im April 2018 vorbei sein könnte, wenn sich das Schicksal wiederholt.

Heute bin ich nun 47 Jahre, 2 Monate und 10 Tage alt – und mir geht es gut!

Ich bin guter Dinge, dass nun auch die irrationalen Gedanken ein Ende haben, denn ich will ja noch viel erleben, sehen, lernen, erreichen. Versteht mich nicht falsch, natürlich habe ich mich von den Gedanken nicht soweit hemmen lassen, dass ich mein Leben nicht aktiv in die eigenen Hände genommenen hätte, aber irgendwie belastend waren die Gedanken dennoch.

Daher mag ich auch das Bild von Silviarita, das ich auf Pixabay für diesen Beitrag ausgesucht habe – eine Straße mit einem Kleeblatt vor einem noch nicht genau erkennbaren Horizont, der vom hoffnungsvollen Grün geprägt ist.

Also – auf geht es ins „unentdeckte Land“.

 

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