Was Gedanken manchmal mit uns anstellen…

Heute ist für mich ein besonderer Tag, daher gibt es heute auch mal wieder einen kurzen, aber sehr persönlichen Beitrag.

Als ich am 18. März 1984 das Urban-Krankenhaus in Berlin verließ, um nach Hause zu laufen, wollten die Tränen den gesamten Weg nicht aufhören und ich wusste, dass ich meinen Vater das letzte mal atmend gesehen habe. An diesem Tag war er gerade einmal 47 Jahre 2 Monate und 9 Tage alt.

So irrational es ist, diese drei Zahlen kamen mir in den letzten Jahren immer öfter in den Kopf. Gerade nach meinem 45. Geburtstag kamen immer wieder Gedanken wie: „Wenn ich seine Lebenserwartung geerbt habe, bleiben Dir noch x Monate.“

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Von realen und virtuellen Toden

Ich beginne das Schreiben dieses Artikels unter dem Titel „Von realen und virtuellen Toden“ und bin selbst geFreidhofspannt, unter welchem Titel ihr später diese Zeilen in meinem Blog lesen werdet.

Inspiriert wurde ich zu den folgenden Gedanken, als ich heute einen Blick in meinen Mail-Eingang warf und dort eine Nachricht von „Stayfriends“ vorfand: „Oliver, schicken Sie eine Grußkarte an Birgit“

Kurz nach meinem 13. Geburtstag verstarb im Jahr 1984 mein Vater. Als mich knapp ein halbes Jahr später jemand auf der Straße ansprach und fragte „was denn mit meinem Vater sei, der sei so lange nicht mehr beim sonntäglichen Frühschoppen gewesen“, traf mich das wie ein Faustschlag ins Gesicht. In dem Alter war ich sowohl mit dem Tod als auch mit dieser nicht erwarteten Konfrontation damit komplett überfordert.

Heute mit 43 geht man zwar sicherlich anders mit dem Tod als auch mit einer Erinnerung daran um, aber dennoch schluckt man erst einmal, wenn man ungeahnt die Aufforderung bekommt, einem lieben Menschen, der vor wenigen Monaten viel zu früh gegangen ist, eine Grußkarte zu senden!

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Ein Stein kam ins Rollen… oder ich?

Wir haben jetzt August 2012 und meine Gedanken wandern noch einmal fast zwei Jahre zurück in die Vergangenheit zum Jahreswechsel 2010/2011, denn da liegt irgendwo der Anstoß für das, was ich nun endlich nach und nach umsetze.

Irgendwann um den Jahreswechsel hatte ich vor dem Umzug nach Frankfurt mich in Berlin auf die Waage gestellt – die angezeigten 108kg passten zu dem nicht gerade tollen Körpergefühl, das ich hatte. Rank und schlank war ich nie gewesen und an ein gewisses Übergewicht gewöhnt und hatte mich damit abgefunden. Immerhin lag ich da noch deutlich unter den 120kg, die ich mit 18 oder 19 Jahren zum Ende der Schulzeit auf die Waage brachte. In den letzen Jahren schwankte ich immer im Bereich zwischen 95 und 110kg hin und her und ab dem beginnenden dreistelligen Bereich fing ich an, mich dabei nicht mehr so richtig wohl zu fühlen in meiner Haut.

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Die Geissel des 21. Jahrhunderts – Der Papierkram

Heute gibt es keinen Blog-Eintrag, der über spannende neue Dinge bei mir oder in der Technik erzählt – heute gibt es mal paar Zeilen zu den Kehrseiten solch spannender Dinge wie eines Umzugs und kompletten Neuanfang: Der Papierkram! „Die Geissel des 21. Jahrhunderts – Der Papierkram“ weiterlesen

Weichen, Entscheidungen und Entwicklungen – die Herausforderung beginnt

Und schon wieder ist es ein Sonntag, an dem ich vor dem noch leeren Fenster zur Artikelbearbeitung in WordPress sitze und mir Gedanken mache, wie ich die aktuelle Zeit niederschreiben kann.

Irgendwie erfüllt das Blog für mich gerade mehrere Funktionen und Aufgaben:

  • Es ist die Möglichkeit, meinen Freunden und Bekannten zu berichten, was sich so gerade bei mir entwickelt – und was mich gerade zu einem „Wenig-Melder“ macht, weil es einfach sehr viel ist.
  • Es ist eine Möglichkeit, den Entscheidungsdruck, unter dem ich gerade stehe, ein wenig abzubauen, indem ich meine Gedanken mit Euch teile und Euch zum Feedback einlade.
  • Es ist eine Möglichkeit zur Selbstreflektion indem ich alles einfach mal gesammelt und geordnet in einen Text bringe und es mir selbst noch einmal von außen anschauen und beurteilen kann.

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Entwicklungen, Erfahrungen, Entscheidungen – das Leben!

Ich sitze mal wieder vor der Laptop-Tastatur und stelle fest, dass ich wohl unbewusst an Sonntagen dazu neige, mich hinzusetzen und ein paar Zeilen zu schreiben. Bei einem Blick in mein Blog stelle ich dabei auch fest, dass mein letzter „Logbuch-Eintrag“ nun auch schon vier Wochen wieder her ist – die Zeit rast immer mehr dahin…

Diese vier Wochen waren unterm Strich auch wieder kein Zuckerschlecken – da waren erleichternde Momenten, spannende Momenten, aber auch ärgerliche Momente und es waren auch Entscheidungen zu treffen, die mal angenehm und mal emotional belastend waren. Ein bunter Strauß – so wie das Leben selbst.

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Ich und der Pause-Button

Es ist Samstagmorgen in Frankfurt. Der Laptop läuft, Kaffee- und Zigarettengeruch erfüllen das kleine Appartment. Inzwischen ist es hell draußen und das Plätschern des steten Nieselregens dringt durch das offene Fenster.

Irgendwie hat das was von Stillstand und irgendwie finde ich das gerade ziemlich passend. Es fühlt sich gerade so an, als hätte jemand mit perfidem Humor einfach mal auf den Pause-Knopf gedrückt.

Eigentlich ist das ja auch ein schönes Gefühl, wenn mal alles für einen kurzen Augenblick stillsteht und man richtig „Pause hat“. Leider ist es aber nur dann dieses schöne Gefühl, wenn man selbst derjenige sein kann, der für sich bewusst die Entscheidung trifft, diesen unsichtbaren Knopf zu drücken.

Leider ist das momentan keine bewusste Entscheidung meinerseits, die mich so innehalten lässt, der Impuls kommt viel mehr von außen. Ich finde mich in einer Situation wieder, die ich selbst aktuell weder beeinflussen noch steuern kann, denn alles was ich tun konnte, alle Gespräche, die ich selbst anstoßen konnte, habe ich getan und geführt. Nun heisst es nur noch abwarten – zumindest bis zu dem ominösen Dienstag (05.10.) und darauf vertrauen, dass dann endlich alles soweit klar ist, dass ich weiss, in welche Richtung die Reise für mich gehen wird.

In diesem Spannungsfeld bewegte sich die gesamte abgelaufene Woche bisher. Sie war geprägt von sehr viel Zuspruch – von Freunden, alten und künftigen Kollegen, alten und künftigen Vorgesetzten bis hoch zur Geschäftsleitung. Es tut schon sehr gut, wenn man erfährt, wie viele Menschen sich um einen Gedanken machen bzw. was einem auch für eine Wertschätzung entgegengebracht wird (für mich ist diese erlebte Wertschätzung eine willkommene Herausforderung, auch zukünftig zu beweisen, dass man diese mir zurecht entgegenbringt, denn die künftigen Aufgaben werden spannend und die „neue“ Technik bietet viele Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln!).

Ich kann einfach nur dankbar sein für diese erlebte Unterstützung – und ich bin es auch!

Nun liegt es wohl an mir, noch vier Tage lang die Zähne zusammenzubeissen und mich der Hilflosigkeit zu stellen, die der Situation innewohnt. Ab Dienstag habe ich hoffentlich zu großen Teilen wieder die Zügel selbst in der Hand und kann bestimmen, wie es für mich genau weitergeht. Dann wird es langsam hoffentlich wirklich spannend, denn ich habe einige Entscheidungen zu treffen und viele Dinge, die ich angehen muss, die so vieles bei mir verändern werden. Ich hoffe einfach mal, dass die „Suche nach Plan B“ nicht zu den künftigen Arbeiten gehören wird, denn ich fühle mich bei den künftigen Kollegen inzwischen wohl und würde gerne mit ihnen zusammenarbeiten.

Wie es kommen wird, wird man hier in den persönlichen Artikeln auch künftig lesen können, denn sie werden ein fester Bestandteil dieses Blogs werden und die Geschichte meiner Veränderungen erzählen – aber ich habe hier auch noch ganz andere Dinge vor und die Ideen werden dafür auch immer konkreter, aber das ist ein Thema für einen anderen Artikel…

Jetzt heisst es erst einmal auf das Ende des Regens warten, damit ich nicht das ganze Wochenende hier nur im Appartment rumhocke. Für morgen ist zumindest besseres Wetter angesagt und wenn die Wetterfrösche mal recht behalten sollten, ist das eine gute Gelegenheit, um sich iPod und Kamera zu schnappen und einen Rundgang in Frankfurt zu starten – Bockenheim und Bornheim warten darauf, von mir erkundet zu werden, immer sind das potentielle „Ansiedlungsräume“ für mich kleinen Altbauviertel-Liebhaber.

Solange mich das Wetter hier aber festhält, werde ich mir die Zeit wohl mit meinen „Kopf bis Fuss“-Büchern aus dem O’Reilly Verlag vertreiben und mich in Themen wie (x)HTML, CSS und Javascript einarbeiten. Ich schätze diese Buchreihe sehr, da sie auf sehr unterhaltsame Weise einem eine gute erste Einführung in die Techniken gibt, die man danach allerdings noch mit Standard-Literatur vertiefen sollte. Dennoch ist der lernpsychologische Ansatz der Reihe toll und ich kann die Publikationen wärmsten weiterempfehlen – vor allem demjenigen, der sich für Web-Technologien interessiert und keine Lust auf staubtrockene Lektüre hat! (Buchstellungen werden folgen.)