Was man so macht, wenn „nur spazieren“ zu langweilig wird…

Osch hält ein kleines Küken in der Hand

Ich habe für mich das Ziel, jeden Tag meine 10.000 Schritte zu schaffen, um auch mal was für die Gesundheit zu tun – man sagt ja heutzutage „Sitzen ist das neue Rauchen“.

Unter der Woche ist es eigentlich selten ein wirkliches Problem, auf diese Schrittzahl zu kommen, da ich zusehe, dass ich bereits auf dem Arbeitsweg einen etwas weiteren Weg zu Fuß zurücklege. An den Wochenenden ist das allerdings wieder alles anders. In der Wohnung oder nur mal zum Einkaufen reicht da nicht aus – also gehe ich an diesen Tagen gezielt eine Runde spazieren.

Manchmal kommt man dann auf verrückte Ideen, die sich als liebenswerte kleine Momente entpuppen.

Ein Aushang mit der Einladung zu einer Kükenschau
Dieser Aushang brachte mich zu dem kleinen „Ausflug“

So war es auch heute – es begann damit, dass mal wieder ein Info-Aushang an der Straße am Zaun hing. Das hatte ich schon diverse Male gesehen, aber sonst bin ich immer daran vorbeigelaufen.

Da nach dem Einkaufen noch fast 6.000 Schritte fehlten, bin ich los in Richtung Frankfurter Berg, um einfach mal was anderes zu sehen, als immer nur denselben Rundkurs zu spazieren.

Es ist schon spannend, wie vielschichtig Frankfurt sein kann – mit einem Geflügelzüchterverein hatte ich nicht wirklich in der Nachbarschaft gerechnet.

Vor Ort erinnerte mich das Vereinsgelände an eine Kleingarten-Anlage – allerding liefen hier in den „Gärten“ über all verschiedenste Hühnerrassen und Gänse umher. Im Vereinsheim waren dann im hinteren Bereich diverse Käfige mit den Küken und Jungtieren aufgestellt – es gab auch in der Tat unter Wärmelampen Gelege, aus denen nach und nach Küken schlüpften.

Ich habe es nicht bereut, einfach mal den normalen Wochenend-Spazierweg zu verlassen und mir mal was anderes anzuschauen. Bei der Hektik des Berufsalltags ist es entschleunigend, einfach mal zuzusehen, wie sich so ein kleines Lebewesen mit minutenlanger Anstrengung den Weg ins Leben bahnt.

Übrigens: Das kleine Küken in meiner Hand hat mich gut überstanden, es döste sogar kurz ein und kam dann paar Minuten später zu seinen Artgenossen in einen der Käfige.

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