Caricatura Museum „Robert Gernhardt“

Ausstellungsplakat zu "Robert Gernhardt" im Caricatura-Museum Frankfurt
Ausstellungsplakat zu „Robert Gernhardt“ im Caricatura-Museum Frankfurt

Ich mag die Abwechslung – was kann man also noch so mit Stift, Pinsel und Farbe anstellen, wenn das Ergebnis weder klassische noch moderne Kunst sein soll? Richtig: Karikaturen!

Ende Februar ging es deshalb auch noch ins Caricatura Museum, wo aktuell noch bis zum 15. April 2018 eine Ausstellung zu Robert Gernhardt zu sehen ist.

Die Ausstellung bietet eine Werkschau des Frankfurter Zeichners, Malers und Lyrikers, der im Dezember 80 Jahre alt geworden wäre. Er gehörte der sog. „Neuen Frankfurter Schule“ an, die ursprünglich aus der Redaktion der Satirezeitschrift pardon hervorging und ab 1979 in der Titanic ein neues Publikationsorgan fand.

Die Person Robert Gernhardt

Robert Gernhardt wurde 1937 im heutigen Tallinn (Estland) geboren, 1964 kam er nach Frankfurt, wo er 2006 nach langer Krankheit verstarb. Im Frankfurter Stadtbild hat er mit seinem „Grüngürteltier“ sichtbare Spuren hinterlassen. Zu den vielen Auszeichnungen, die er bekommen hat gehören unter anderem:

  • Deutscher Kritikerpreis (1987)
  • Bertolt-Brecht-Literaturpreis (1998)
  • Göttinger Elch (1999, für das Lebenswerk)
  • Deutscher Kleinkunstpreis (2003)
  • Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseödorf (2004)
  • Wilhelm-Busch-Preis (2006)

Nach ihm wurde auch die Brücke am alten Flughafen in Frankfurt-Bonames benannt, auf der man auch eine Skulptur des Frankfurter Grüngürteltiers findet.

Die Ausstellung

Die Ausstellung läßt erkennen, wie vielschichtig Robert Gernhardt war – von den komischen bis albernen Comic-Strips mit „Schnuffi“, die er für die Nonsensbeilage „Welt im Spiegel“ (WimS) des Satiremagazins pardon gezeichnet hat, bis hin zu kleinen Bildergeschichten in Stile von Wilhelm-Busch.

Einen kleinen Ausschnitt findet man auch auf der Webseite zur Ausstellung.

Das Ganze wird abgerundet durch die Einspielung eines Interviews, Entwürfen und den Einblick in seine „Brunnen“-Hefte

Mein Fazit

Ich mag das Caricatura Museum und die Räumlichkeiten – auch diesmal haben sie eine schöne Ausstellung zusammengetragen. Ich fand sie sehenswert. Bei vielen Werken konnte ich mir ein Schmunzeln und Lachen nicht verkneifen – aber es gab auch genauso Zeichnungen und Comic-Strips die mir nicht zugesagt haben, die mir zu albern waren.

Der Spannungsbogen reichte von gewieftem, feinem Wortwitz bis zu dem Humor eines Zeichners und Malers, der an den Drehbüchern der ersten vier Otto-Filme (mit)geschrieben hat.

Klassischer Fall von: Geht einfach mal selbst rein und bildet Euch eine eigene Meinung.

Eindrücke seiner Arbeiten im Netz

Auf der Website Gernhardts Welten gibt es eine schöne Auswahl seiner Zeichnungen – hier kann man auch ein Gefühl für seine Art von Humor bekommen und Ausschnitte seiner Texte und Gedichte lesen.

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